Blog-Block 4 - Notengebungskonflikt und Brainstorming
Leider waren wir nur zu dritt, Mediator, Andres und Thomas, als wir das Noten-Rollenspiel spielten. Ich spielte als Andres durch. Die Erkenntnis, dass es in diesem Konflikt um die Benotung eine dritte Partei hätte geben müssen, machte mir die Vorteile eines Mehrparteiengesprächs bewusster. Gerade in unserem Rollenspiel wurde der Konflikt zwischen Andres und Thomas sehr persönlich, wobei es Thomas vor allem um die Gleichberechtigung gegenüber Andres ging, ohne Motivationen und Prioritäten von Andres in Bezug nehmen zu wollen. Gerade an diesem Punkt hätte ich die Anwesenheit einer dritten Partei (in unserem Fall Gina) zusätzlich zur Mediatorin, die ihre Rolle gut ausgefüllt hatte, als nützlich empfunden, vor allem aus dem Grund, dass Gina als Pufferpräsenz zwischen Andres und Thomas hätte dienen und die Diskussion vielleicht etwas entschärfen und auf eine weniger persönliche Ebene bringen können. Die Mediatorin (Lieve) hatte ihre Rolle gut efüllt, und die wesentlichen Diskussion-Punkten zusammengefasst und wiedergeben. Leider wurde der Konflikt zwischen Andres und Thomas sehr emotional und aus diesem Grund war die Entscheidungsfindung schwieriger.
Dank meiner Erfahrung in diesem Modul, habe ich versucht selber die Siuaton zu entschärfen, meine Erwartungen und meine Prioritäten mit Ich-Botschaften zu vermitteln und diese so auszudrücken, dass diese besser von Thomas bezogen werden konnten. Durch das aufmerksam Zuhören habe ich besser die Motivationen von Thomas identifizieren können und dann versucht ihm entgegen zu kommen, ohne gleichzeitig auf meine Ziele verzichten zu müssen.
Lieve, als Mediatorin hat dann beim Brainstorming die Situation etwas entschärft und wieder aufs Punkt gebracht, wobei wieder das Fehlen vom Gina als Dritpartei in der Dürchführung der Brainstorming zu spüren war. Ich persönlich fand das Brainstorming ein biscchen eine Wiederholung der Mediation, vielleicht aus dem Grund, dass wir es grad nach der Mediation durchgeführt haben. Konnte das Brainstorming in präsenz durchgeführt werden, dann würde ich die Anwendung von Postit und von einem Whiteboard als sehr nütlich finden, da die Möglichkeit wieder entsteht gewissen ungesagten Mitteilungen den anderen Parteien zu kommunizieren.
Im ganzen fand ich das Rollenspiel als ein wertvolles Beispiel und gab mir die Möglichkeit die gelernte Mediationstrategien anwenden zu können. Ich finde es immer ein bisschen Schwierig Konflikten mit fremden Interessen durchzuführen, weil oft das Verhaltensprofil nicht wirklich zu mir passt. Nichtdestotrotz konnte ich es ausnutzen, um Situationen aus anderen Sichtpunkten betrachten zu können.
Caro Andrea, grazie mille per il tuo blog e il tuoi commento prezioso! Ich schätze deine Ehrlichkeit und offene Spontanität seit ich dich -jetzt schon seit September 2020- kenne sehr, auch diesmal wieder in unser Rollenspiel, Brainstorm und dein Blogeintrag.
RispondiEliminaZuerst auch noch ein grosses Dankeschön, dass Du da so intensiv mitgemacht hast. Auch dass Du dir Zeit genommen hast Dich einzulesen, da Du ja das Rollenspiel im Unterricht verpasst hast. Das war sicher nicht einfach, da Silvan und ich schon ein bisschen tiefer in die Personen eingearbeitet waren. Du hast Deine Rolle aber sehr authentisch gespielt, und die Entwicklung die Du in der Rolle von Andres durchgemacht hast von 'Stur' zu Lösungsorientiert, mit dazwischen wieder Zweifel ob du Deine Position dann doch nicht verlieren würdest wenn Du / Ihr andere Lösungswege suchst, fand ich extrem gut dargestellt. Ich denke, dass das in er Realität sich ähnlich abspielt, va. wenn man von Natur aus friedliebend und kompromissbereit ist und doch in einem Konflikt seine Interesse vertreten möchte und ein Resultat/ Ziel erreichen will. Ja, das Gina gefehlt hat war schade. Bei unsere Rollenspiel im Unterricht hat Raphael Gina gespielt, du darfst gerne mein Blog 3 dazu lesen. Wie du sagt, Gina hatte als 'Pufferperson' fungieren können aber oder auch sehr parteiisch wirken und dann eher eine steuernde Funktion übernehmen können. Das mit den Ich-Botschaften beherrscht Du schon recht gut. Man merkst das das Modul Früchte abwerft. Ich wünsche mir auch dass das brainstorming life stattfinden kann, es war schwierig das für Euch so zu moderieren, aber es scheint doch gelungen hau sein. Weiterhin viel spass und erfolg beim Üben, auch im Alltag! gute Woche, liebes, Lieve
Lieber Andrea
RispondiEliminaAuch von mir herzlichen Dank, dass Du Dich auf dieses Rollenspiel eingelassen hast. So wie's hier tönt, habt Ihr das ziemlich intensiv gespielt. Interessant finde ich, dass Du Gina vermisst hast. Das Rollenspiel ist natürlich mit ihr gedacht, doch finde ich die Situation, dass ihr zu zweit in die Mediation geht, in dem Fall nicht ganz unnatürlich. Ob Gina dann wirklich ein Puffer wäre, oder eben die eine oder andere Seite unterstützt, ist ja so nicht ganz klar.
Etwas komisch finde ich Deine Bemerkung zum Brainstorming. Eigentlich sollte man in dem Teil ganz frei über mögliche Lösungen diskutieren können. Wenn die Mediation vorher eine Bereinigung der Situation gebracht hat, dann ist das eigentlich ein ganz eigenständiger Teil, wo man sehr kreativ nach Lösungen suchen kann.
Sonst - ich habe unser Brainstorming aus dem Unterricht aufgenommen. Ev. schaust Du Dir das an. Vielleicht war das dann wirklich anders?
Liebe Grüsse
Petra
Lieber Andrea
RispondiEliminaEs hat Spass gemacht, mit dir zusammen gegnerische Positionen zu vertreten. Wir waren da ziemlich "sturköpfig" unterwegs und haben so eine etwas zerstrittene Atmosphäre geschaffen, wie es wohl in echt auch wäre :D
Aber ich fand dann die Lösungen, die wir während dem Brainstorming gefunden haben ziemlich gut, es waren einige denkbare Kompromisse für beide Seiten darunter.
Gina's Position ist wie Petra bereits kommentiert hat nicht so klar, eher recht ambivalent, eigentlich interessiert sie sich ja nicht mal so richtig für den Konflikt. Ob es mit ihr einfacher gewesen wäre, bezweifle ich daher.
Bis bald wieder und liebe Grüsse,
Silvan